Wie viel Aufwand hat ein Imagefilm intern wirklich?

Viele Unternehmen interessieren sich grundsätzlich für einen Imagefilm – zögern aber bei einer Frage: Wie viel Aufwand entsteht eigentlich für uns intern?

Die Sorge ist verständlich. Der Alltag ist voll, Projekte laufen, Termine stehen an. Da wirkt eine Filmproduktion schnell wie ein zusätzlicher Stressfaktor.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist der interne Aufwand deutlich geringer, als viele Unternehmen zunächst vermuten.

Woher die Sorge vor großem Aufwand kommt

Viele stellen sich eine Filmproduktion ähnlich wie einen großen Werbedreh vor: Mehrere Tage Dreharbeiten, ein großes Team, viel Organisation und ständige Abstimmungen.

Solche Produktionen gibt es tatsächlich – sie sind jedoch eher die Ausnahme.

Die meisten Unternehmensfilme entstehen deutlich schlanker und lassen sich gut in den normalen Arbeitsalltag integrieren.

Der größte Teil der Arbeit passiert außerhalb des Unternehmens

Ein wichtiger Punkt wird oft unterschätzt:
Der Großteil der Arbeit findet nicht im Unternehmen selbst statt.

Konzeptentwicklung, Planung, Schnitt und Postproduktion werden in der Regel vom Produktionsteam übernommen.

Das Unternehmen liefert vor allem den Einblick in den eigenen Alltag – die eigentliche Umsetzung passiert größtenteils extern.

Vorbereitung: Ein gemeinsames Gespräch

Der erste Schritt ist meist ein Gespräch, in dem einige grundlegende Fragen geklärt werden:

  • Welche Ziele soll der Film erfüllen?

  • Welche Leistungen oder Themen sollen gezeigt werden?

  • Welche Personen könnten im Film vorkommen?

  • Welche Bereiche des Unternehmens sind relevant?

Dieses Gespräch dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde. Danach kann das Konzept entwickelt werden.

Der Drehtag: Einblicke in den normalen Arbeitsalltag

Der eigentliche Dreh ist für viele Unternehmen der sichtbarste Teil der Produktion. In vielen Fällen reicht dafür bereits ein Drehtag.

Dabei wird nicht „extra“ etwas inszeniert, sondern hauptsächlich der normale Arbeitsalltag begleitet:

  • Arbeitsprozesse

  • Gespräche

  • Abläufe im Betrieb

  • Interviews mit Mitarbeitern oder Geschäftsführung

Natürlich werden einzelne Szenen wiederholt oder aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Insgesamt bleibt der Ablauf jedoch nah an der täglichen Arbeit.

Müssen Mitarbeiter vor die Kamera?

Diese Frage kommt häufig. Nicht jeder muss vor der Kamera stehen – und nicht jeder fühlt sich dabei wohl.

Oft reicht es schon, wenn einzelne Personen kurze Einblicke geben oder ihre Arbeit zeigen.

Gerade authentische Situationen wirken im Film meist überzeugender als perfekt einstudierte Aussagen.

Nach dem Dreh: Der Aufwand sinkt deutlich

Sobald das Material aufgenommen ist, beginnt die Phase, in der das Unternehmen kaum noch eingebunden ist.
Wir sichten das Material, erstellen einen ersten Schnitt und entwickeln daraus den fertigen Film. In dieser Phase sind meist nur noch kurze Abstimmungen oder Feedbackrunden nötig.

Der Großteil der Arbeit passiert also hinter den Kulissen.

Was Unternehmen oft unterschätzen

Interessanterweise berichten viele Unternehmen nach der Produktion:
Der Aufwand war geringer als erwartet.
Ein Grund dafür ist, dass ein Filmdreh häufig auch positive Nebeneffekte hat.

Zum Beispiel:

  • Teams reflektieren ihre Arbeit

  • Mitarbeiter sehen ihre Tätigkeiten aus einer neuen Perspektive

  • der eigene Alltag wird plötzlich als interessant wahrgenommen

Gerade dieser Blick von außen wird oft als bereichernd erlebt.

Der eigentliche Aufwand liegt oft an einer anderen Stelle

Der größere Aufwand entsteht selten durch die Produktion selbst.
Viel entscheidender ist die Frage: Was passiert nach dem Film?

Ein Film entfaltet seine Wirkung erst dann richtig, wenn er auch genutzt wird – auf der Website, in Social Media, im Recruiting oder im Vertrieb.

Unternehmen, die den Film aktiv einsetzen, profitieren deutlich stärker von der Produktion.

Fazit

Die Sorge vor großem internen Aufwand hält viele Unternehmen davon ab, einen Imagefilm umzusetzen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der interne Zeitaufwand meist überschaubar ist.

Ein Gespräch zur Vorbereitung, ein Drehtag im Betrieb und einige kurze Abstimmungen – mehr ist oft nicht notwendig. Der Großteil der Arbeit findet außerhalb des Unternehmens statt.

Und genau deshalb lässt sich eine Filmproduktion meist gut in den normalen Arbeitsalltag integrieren.

Nächster Schritt

Eine weitere Frage taucht im Zusammenhang mit Unternehmensfilmen immer wieder auf: Wie lang sollte ein Imagefilm eigentlich sein?

Im nächsten Artikel schauen wir uns an, warum viele Filme zu lang sind – und welche Länge heute wirklich sinnvoll ist.

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Wo ein Unternehmensfilm überall eingesetzt werden kann